Mittwoch, 13. August 2014

Ein Blick in die USA

Staatsanwalt Pete Holmes kauft in dem gerade neu eröffneten und völlig legalen Geschäft "Cannabis City" im US Bundesstaat Washington 2 kleine Beutel mit jeweils 2 Gramm Cannabis der Sorte OG Pearl, zu Genußzwecken. Er gab bereitwillig dem Sender Q13Fox ein Interview, in dem er betonte das er dies als seine persönliche Freiheit betrachtet und hofft, dass die DEA dies akzeptieren wird. Er will einen der beiden Cannabis Beutel für die Nachwelt aufbewahren und den anderen in einem passenden Moment zu seinem privaten Vergnügen konsumieren. Ein verantwortungsbewußter Konsum ist aus seiner Sicht gut möglich.

--- In Deutschland warten wir vorerst vergebens auf solche Äußerungen von ranghohen Staatsbediensteten. Erst die Legalisierung ermöglicht für viele Menschen solche öffentlichen Statements, die widerum jedem Außenstehenden sehr deutlich klarmachen, dass Cannabis mitten in der Gesellschaft angekommen ist. Kaum ein Staatsanwalt oder Richter würde eine solche Aussage in einem prohibitiven Umfeld machen und damit seinen Erfolg und die berufliche Karriere aufs Spiel setzen.

Dienstag, 12. August 2014

Die Logik der Prohibition

Drogen sind böse, weil sie verboten sind und Drogen sind verboten, weil sie böse sind!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Alkohol ist keine Droge!

Im Jahr 2006 wurde eine Petition gestellt, die Alkohol dem BtMG unterstellen sollte. Abgesehen vom Sinn oder Unsinn dieser Idee, ist es aber noch viel Interessanter wie das Bundesgesundheitsministerium geantwortet hat.



















































Die wichtigen Stellen im Wortlaut:
"Aus Sicht der Bundesregierung kann der Forderung des Petenten, Alkohol generell zu verbieten und ihn als 'harte Droge' dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) zu unterstellen nicht entsprochen werden.
Alkohol ist keine 'harte Droge' im sinne des BtMG, sondern ein Lebensmittel und Genussmittel, das sich grundsätzlich von den Betäubungsmitteln unterscheidet, die in den Anlagen des BtMG aufgeführt sind. der Gesetzgeber hat bewusst auf eine Unterstellung des Alkohols unter das BtMG verzichtet."


Eine solche Antwort im Jahr 2006 ist beschämend und wissenschaftlich gesehen finsterstes Mittelalter! Jede andere Begründung wäre besser gewesen, aber zu behaupten Alkohol sei keine Droge, und unterscheide sich diesbezüglich "grundsätzlich" von Substanzen wie z.B. Benzodiazepine oder Cannabis, ist eine unhaltbare Aussage. Und das mindestens seit 100 Jahren!

Nun noch ein paar Zahlen und Fakten:

Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen betreiben zurzeit bei den 18- bis 69-jährigen Deutschen 9,3 Millionen einen riskanten Alkoholkonsum. Von diesen tun dies 2,7 Mio. missbräuchlich und 1,6 Mio. sind akut abhängig.

Entzugserscheinungen
Bei langfristig erhöhtem Alkoholkonsum verändern sich bestimmte Rezeptoren (Nervenzellen) in den Gehirnregionen, die für die Reizwahrnehmung und für die Reizverarbeitung verantwortlich sind. Hierdurch entstehen bei einem abrupten Absetzen des Alkohols massive Fehlregulationen, die zu körperlichen und psychischen „Entzugserscheinungen“ führen. Diese zeigen sich – je nach Stadium der Alkoholabhängigkeit – in unterschiedlichen Schweregraden. Folgende Symptome können hierbei auftreten: Magen-Darm-Störungen (Brechreiz, Durchfälle), Schlafstörungen, starkes Schwitzen, neurologische Störungen (Zittern), Sprachstörungen, epileptische Anfälle, starke Nervosität, psychische Störungen (Unruhe, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen), Delirium tremens.
Das Delirium ist die schlimmste Form der Entzugserscheinungen. Es stellt eine lebensbedrohliche Krankheit dar und bedarf sofortiger ärztlicher Behandlung.
Anzeichen eines Delirium tremens sind Bewusstseinsstörungen, Angstzustände, starkes Zittern, epileptische Anfälle und Halluzinationen (die berühmten weißen Mäuse).

Die gesellschaftliche, gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Brisanz dieser Daten wird noch dadurch gesteigert, dass in Deutschland jährlich mindestens 42.000 Menschen direkt (z.B. durch Alkoholmissbrauch) oder indirekt (z.B. durch Unfälle in Verbindung mit Alkohol) sterben (10).

Alkohol ist damit in Deutschland zusammen mit dem Tabak die „Droge Nr. 1“!
http://www.bzga.de/

Alkoholeinfluß

26,8 % aller aufgeklärten Gewaltdelikte wurde von Tatverdächtigen unter Alkoholeintluß begangen.












PKS 1993
















PKS 2009

Von insgesamt 137.690 aufgeklärten Fällen von Gewaltkriminalität wurden 42.144 Fälle (30,6 Prozent) unter Alkoholeinfluss verübt (2012: 32,1 Prozent). [...] Bei diesen Delikten prägt Alkoholeinfluss die Tatbegehung weiterhin in erheblichem Umfang.

PKS 2013

2010 wurden aus dem Hartz-IV-Regelsatz Alkohol und Tabak gestrichen.


Montag, 26. Mai 2014

Fast 20% wählen Rechtspopulisten, Wahlbeteiligung sinkt

Ich fasse hier die Ergebnisse nochmal zusammen:

- In Belgien holen die Separatisten in Flandern gut 30%;
- in Dänemark wird die rechtspopulistische Dänische Volkspartei („Dansk Folkeparti“) mit rund 23% stärkste Kraft;
- die „Wahren Finnen“ liegen bei 13%;
- der Front National wird mit 25% stärkste Partei (2009 noch 6,3%) in Frankreich (gegenüber 13,9% der regierenden Sozialisten);
- die Nazis der „Goldenen Morgenröte“ in Griechenland kommen auf annähernd 10%;
- die EU-Gegner UKIP in Großbritannien schaffen ein politisches Erdbeben und kommen in manchen Regionen auf nahezu ein Drittel der Stimmen und lassen die Torys (23%) und Labour (24%) hinter sich;
- die Euroskeptiker der Fünf-Sterne-Bewegung (26,5%) in Italien werden zur zweitstärksten politischen Kraft, die rechtspopulistische Lega Nord kommt auf 6% und die antideutsche Berlusconi-Partei auf 18%;
- die rechte FPÖ (20,5%) bekommt jede fünfte Stimme in Österreich;
- auch aus Polen kommen Vertreter des „Kongresses der Neuen Rechten“ ins Europäische Parlament;
- genauso Rechtspopulisten aus Schweden.
- In Ungarn bekam die rechtskonservative Fidesz-Partei des Ministerpräsidenten Orban über die Hälfte der Stimmen und Mandate und zusätzlich erhielt die rechtsextreme Jobbik (Die Besseren) rund 15 Prozent und drei Mandate.
- In Tschechien holte die „Aktion unzufriedener Bürger“ 16%. (Angaben aus BR wahl)
Die Anti-Europa-Partei des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders verlor zwar 3,5% Prozentpunkte, wurde aber mit 13,2% immer noch drittstärkste Partei.

Rechte Parteien kamen in Europa auf rund 19 Prozent der abgegebenen Stimmen, d.h. jeder Fünfte der in den 28 EU-Ländern wählen ging, wählte eine rechtsorientierte oder rechtspopulistische Partei.

... Die Wahlbeteiligung war in den europäischen Ländern insgesamt niedriger als 2009 ...

Quelle

Donnerstag, 22. Mai 2014

Passt nicht ins Klischee

Immer doof wenn die Realität nicht mit dem eigenen Weltbild übereinstimmt!

Fachkräftemangel: FBI will Marihuana-Richtlinie überdenken | heise online

... Die US-Polizeibehörde FBI hat offenbar erhebliche Schwierigkeiten, genug IT-Fachkräfte für ihre Cybercrime-Abteilung zu finden. Daher erwägt die Behörde, ihre strikten internen Bestimmungen zum Marihuana-Konsum zu lockern, wie der FBI-Chef James B. Comey laut Bericht des Wall Street Journals bei einer Konferenz in New York mitteilte.

 "Wir müssen exzellente Arbeitskräfte einstellen, um mit den Cyberkriminellen mithalten zu können, und manche dieser Kids wollen eben auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch Gras rauchen“, erklärte Comey demnach. Bislang sind Personen, die in vorhergehenden drei Jahren Marihuana konsumiert haben, von der Einstellung ausgeschlossen.